Mit «A Noble Noyse of Musicke» tauchen wir ein in die Welt der Consortmusik und führen Sie an die europäischen Fürsten- und Königshöfe im 16. und 17. Jahrhundert. Stimmen, Gamben, Blockflöten, Violinen, Cembalo und Laute lassen eine Vielzahl musikalischer Gattungen dieser Zeit erklingen.
Neu finden die Konzerte der Saison konzentriert an zwei Wochenenden statt. Vom 24. bis zum 26. Oktober 2025 sind wir im Alten Stadthaussaal zu Gast und freuen uns auf die kammermusikalisch intime Atmosphäre. Das Weihnachtskonzert führt uns am 28. Dezember 2025 ins Grossmünster Zürich. Vom 27. Februar bis zum 1. März 2026 dürfen wir den wunderbaren Kirchenraum der reformierten Kirche Oberwinterthur mit Consortklängen füllen.
quelle merveilleuse adventure
Airs de Cour und Motetten am Hof Ludwigs XIII.
Ensemble Lamaraviglia
Ensemble Ad Fontes
27. Februar 2026, 19:30 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Oberwinterthur

Details
Ensemble Lamaraviglia
Jessica Jans, Sopran
Stephanie Boller, Mezzosopran
Matthias Deger, Tenor
Ivo Haun, Tenor
Jedediah Allen, Bass
Ensemble Ad Fontes
Anne Simone Aeberhard, Blockflöten
Mojca Gal, Barockvioline
Filipa Meneses, Gambe
Avishai Chalmeides, Barockbratsche
Thys Grobelnik, Cembalo
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts tanzte der zukünftige König Ludwig XIII. als Siebenjähriger zum ersten Mal in einer Ballettaufführung des Hofes. Ausgebildet in Tanz, Violin- und Lautenspiel sowie in der Galanterie, den höfischen Umgangsformen, verkörperte er nicht nur das Ideal des «honnête homme», sondern förderte auch aktiv die Musik am Hof in ihren zahlreichen Funktionen. Mit einer Auswahl an Airs du cours, Motetten und Ballettmusik von Pierre Guédron (um 1565–1619/1620), dessen Schwiegersohn Antoine Boësset (um 1586–1643) und Étienne Moulinié (1599–1676) zeichnen die Ensembles Ad Fontes und Lamaraviglia ein lebendiges Bild des vielfältigen musikalischen Lebens am französischen Königshof zwischen Renaissance und Barock.
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Freitag, 27. Februar 2026, 19:30 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Hohlandstrasse 7, 8404 Winterthur
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
18:45 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
Selber musizieren? Erkunden Sie die Musik dieses Konzertes in den Workshops unter der Leitung von Ivo Haun am 8. November 2025 und 21. Februar 2026.
The soule of Heaven
Pavanen und Allemanden von Alfonso Ferrabosco dem Jüngeren
B-Five Blockflötenconsort
Sofie Vanden Eynde, Laute
28. Februar 2026, 19:30 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Oberwinterthur

Details
B-Five Blockflötenconsort
Markus Bartholomé
Katelijne Lanneau
Thomas List
Silja-Maaria Rütti
Mina Voet
Sofie Vanden Eynde, Laute
An der Schwelle zum 17. Jahrhundert kreierte Alfonso Ferrabosco der Jüngere (1575-1628) mit seiner Consortmusik eine Welt voller nobler Gedanken und unausgesprochener Gefühle. Dass Ferraboscos guter Freund, der Dichter Ben Johnson, seine Musik als «The Soule of Heaven» bezeichnete, verwundert insofern nicht. Wie sein Vater war Ferrabosco am englischen Hof tätig und genoss die persönliche Anerkennung von James I. und Charles I. Seine Pavanen und Allemanden verfasste er ursprünglich für ein Gambenconsort. Dass sie auch von den virtuosen Flötisten am Hof gespielt wurden, zu denen Ferrabosco beste Beziehungen pflegte, scheint wahrscheinlich. Die Blockflötist:innen von B-Five fangen diese selten gespielte Musik in einem behänden Zusammenspiel und organischen Klängen ein. Mit dem Klang ihrer Saiten gibt die Lautenistin Sofie Vanden Eynde dem Programm einen goldenen Rahmen.
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Samstag, 28. Februar 2026, 19:30 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Hohlandstrasse 7, 8404 Winterthur
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
18:45 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
Selber musizieren? Erkunden Sie die Musik dieses Konzertes im Workshop unter der Leitung von B-Five am 27. Februar 2026.
Das Fest der Consorts
Mehrchörige Motetten und Madrigale aus Italien und Deutschland
Cellini-Consort
B-Five Blockflötenconsort
Ensemble Lamaraviglia
1. März 2026, 17:00 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Oberwinterthur

Details
Cellini-Consort
Tore Eketorp, Gamben
Brian Franklin, Gamben
Thomas Goetschel, Gamben
B-Five Blockflötenconsort
Markus Bartholomé
Katelijne Lanneau
Thomas List
Silja-Maaria Rütti
Mina Voet
Ensemble Lamaraviglia
Stephanie Boller, Mezzosopran
Jan Thomer, Alt
Matthias Deger, Tenor
Ivo Haun, Tenor
Jedediah Allen, Bass
Die Sängerinnen und Sänger des Ensembles Lamaraviglia, das Blockflötenconsort B-Five und das Gambenensemble Cellini Consort laden zu einem Fest der Consorts. Am Beispiel von Venedig und Augsburg zeigen sie musikalische Beziehungen zwischen Deutschland und Italien am Ende des 16. Jahrhunderts. Der Venezianer Andrea Gabrieli und sein Neffe Giovanni Gabrieli (1554/57–1612) unterhielten Beziehungen zum Münchner Hof und waren Vorbilder und Lehrer in Augsburg tätiger Komponisten wie Georg Aichinger (1564–1628). Zahlreiche Verbindungen bestanden auch zur Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger, wie Widmungen und Auftragswerke für diese Familie zeigen. Die drei Ensembles präsentieren selten aufgeführte geistliche und weltliche Werke dieser Komponisten und lassen das Publikum die Farben der verschiedenen Consorts getrennt und im mehrchörigen Zusammenklang geniessen.
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Sonntag, 1. März 2026, 17:00 Uhr
Ref. Kirche St. Arbogast, Hohlandstrasse 7, 8404 Winterthur
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
16:15 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
Selber musizieren? Erkunden Sie die Musik dieses Konzertes im Workshop unter der Leitung von Silja-Maaria Rütti-Schütt und Stephanie Boller am 11. April 2026.
Leider schon Vorbei – die Konzerte der reihe 2025/26
Weihnachtskonzert:
Puer Natus est nobis – Ein Kind ist uns geboren
Weihnachtliche Renaissancemusik von Ludwig Senfl
Ensemble Lamaraviglia
28. Dezember 2025, 17:00 Uhr
Grossmünster, Zürich

Details

Ensemble Lamaraviglia
Stephanie Boller, Mezzosopran
Ivo Haun, Tenor
Matthieu Romanens, Tenor
Jedediah Allen, Bass
Teresa Ortner, Zink
Emily Saville, Posaune
BJ Hernandez, Posaune
Josef Laming, Orgel
Er gilt als grösster Schweizer Komponist der Renaissance: Ludwig Senfl (um 1490-1543, aus Basel oder Zürich), Hofkomponist von Kaiser Maximilian I. Umso überraschender ist es, dass der grössere Teil seines Werkes noch auf Erforschung wartet und nur selten im Konzert zu hören ist.
Das «Ensemble Lamaraviglia» lädt ein, eine Weihnachtsmesse und Weihnachtsmotetten Senfls zu entdecken. Stimmen, Zinken und Posaunen und Orgel vereinen sich zu einem vollen und doch transparenten Klang, und schaffen dabei eine ebenso innige wie festliche Weihnachtsstimmung.
Sonntag, 28. Dezember 2025, 17:00 Uhr
Grossmünster, Zwingliplatz 7, 8001 Zürich
Eintritt frei – Kollekte
16:15 Uhr Türöffnung
Musica, Dilettevole & Piacevole da cantare
Italienische Madrigalkunst im 16. Jahrhundert
Ensemble Lamaraviglia
26. Oktober 2025, 17:00 Uhr
Alter Stadthaussaal, Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Ticketreservation

Details
Ensemble Lamaraviglia
Stephanie Boller, Mezzosopran
Matthias Deger, Tenor
Ivo Haun, Tenor
Jorge Martínez Escutia, Bariton
Jedediah Allen, Bass
Ryosuke Sakamoto, Laute
Im 16. Jahrhundert hatte sich das Madrigal in Italien zu einer der wichtigsten weltlichen Gattungen entwickelt, die sich grösster Beliebtheit erfreute. In grosser Zahl erschienen sowohl Individualdrucke von Komponisten wie Luca Marenzio (1553–1599), Orazio Vecchi (1550–1605) oder Giaches de Wert (1535–1596) als auch verschiedene Sammelbände, darunter die «Libri delle Muse», die in Rom und Venedig publiziert wurden. Durch Musiker wie Alfonso Ferrabosco d. Ä. (1543–1588) gelangten italienische Madrigale nach England, wo sie (zuerst in englischer Übersetzung) gedruckt und gesungen wurden. Davon inspiriert, entwickelten englische Komponisten wie Thomas Morley eine eigene Madrigalkultur. Aus der Vielzahl an Werken wählt das Ensemble Lamaraviglia persönliche Favoriten aus und entfaltet ein Panorama italienischer Madrigalkunst im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert.
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Sonntag, 26. Oktober 2025, 17:00 Uhr
Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, 8400 Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
16:15 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
A Quattro Stromenti Soli
Die Violinfamilie auf dem Weg zum Streichquartett
Marita Seeger, Barockvioline
Andrea Brunner, Barockvioline
Stella Mahrenholz, Barockbratsche
Johannes Kofler, Barockcello
25. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Ticketreservation

Details
Als Begründer der Gattung Streichquartett, einer der wichtigsten Gattungen der Kammermusik des 18. Jahrhunderts, werden üblicherweise Joseph Haydn (1732–1809) und Luigi Boccherini genannt. Komponisten wie Giovanni Battista Sammartini (1700/01–1775) und Alessandro Scarlatti (1660–1725) erprobten jedoch bereits in der Barockzeit musikalische Formen «a quattro stromenti soli» (für vier Soloinstrumente), wie Sammartini im Titel seiner Concerti festhielt.
Mit ausgewählten Werken beleuchtet das Streichquartett der Winterthurerin Marita Seeger die unterschiedlichen Kompositionsformen, darunter auch Fantasien und Orchesterstücke von Henry Purcell (1659–1695). Natürlich darf auch ein Streichquartett von Joseph Haydn nicht fehlen. Auf die Wirkung von Haydns Musik in Gesellschaft von Sammartinis und Purcells Werken dürfen wir gespannt sein.
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Samstag, 25. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, 8400 Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
18:45 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
Ready Entertainment for a Prince
Englische Musik für Gambenconsort
The Little Light Consort
24. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Ticketreservation

Details
The Little Light Consort
Soma Salat-Zakariás, Diskantgambe und Leitung
Silvia Tecardi, Altgambe
Ryosuke Sakamoto, Altgambe
Leonardo Bortolotto, Bassgambe
In seiner Abhandlung «Musick’s Monument» berichtet der englische Musiker und Musikschriftsteller Thomas Mace über «The Manner of Musicke», die Musizierpraxis seiner Zeit. Er beschreibt darin ein «Chest of Viols», sechs Gamben, die in ihrer Bauweise so sorgfältig aufeinander abgestimmt sind, dass keines der Instrumente ein anderes übertönt – ein Ideal der Zeit. Mit einer solchen Auswahl an Gamben sei dem Leser ein «Ready Entertainment for the Greatest Prince of the World» sicher, schreibt Mace. Inspiriert von Thomas Mace präsentiert das Ensemble auf seinem eigenen Chest of Viols Consortmusik für vier Gamben von Alfonso Ferrabosco (ca. 1575–1628), Thomas Lupo (1571–1627) und John Jenkins (1592–1678). Diese drei Komponisten empfiehlt Thomas Mace in seiner Abhandlung ausdrücklich und mit lobenden Worten.
Der Ausdruck «Chest of Viols» erscheint 1676 in der Abhandlung «Musick’s Monument» von Thomas Mace und gibt eine genaue Beschreibung von sechs Instrumenten (je zwei Diskant-, Alt- und Bassgamben), die in ihren Proportionen, ihrer Konstruktion und ihren Materialien perfekt aufeinander abgestimmt sind. Aufbewahrt wurden diese Instrumentensets in Truhen (chests). Die klangliche Einheit eines Chest of Viols ermöglicht – im Unterschied zu einer Zusammenstellung individuell gebauter Instrumente – die Annährung an ein musikalisches Ideal der Zeit: das gleichberechtigte Erklingen aller Stimmen eines Musikstückes. Da der Bau eines Chest of Viols aufwendig und teuer ist, sind solche Sets von Gamben äusserst selten, damals wie heute. Seit 2024 ist das Ensemble The Little Light Consort im Besitz eines eigenen Chest of Viols (Francisco Pecchia, Barcelona).
Wir beschliessen den Konzertabend mit einem Apéro.
Freitag, 24. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, 8400 Winterthur
Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
Eintritt Konzert: 43.- Standard, 38.- AHV, 20.- in Ausbildung (bis 25 Jahre), 5.- Kinder (bis 12 Jahre)
18:45 Uhr Türöffnung
Ticketreservation
Selber musizieren? Erkunden Sie die Musik dieses Konzertes im Workshop unter der Leitung von Silvia Tecardi am 25. Oktober 2025.
Leider schon Vorbei – die Konzerte der reihe 2023/24
«Hinter Mauern – und darüber hinweg» lautet unsere Konzertreihe 2023/24, in der wir Musik präsentieren wollen, die in einem Ort entstanden ist, der den meisten von uns heute fremd ist: im Kloster. Hier haben zahlreiche Komponisten und sogar komponierende Nonnen Inspiration gefunden und sich musikalisch entfalten können. Doch war es der geschlossene Raum, die Ruhe und Struktur darin, die sie inspirierten, oder vielmehr der Wunsch, sich über die engen Mauern hinwegzusetzen? Antworten auf diese Fragen finden wir vielleicht in den musikalischen Werken, die vom fremdartigen und doch faszinierenden Leben im Kloster erzählen.
Himmlische Musik – gegen alle Widerstände
Musik komponierender Nonnen im frühbarocken Norditalien
Vokalensemble vox feminae
Ensemble Lamaraviglia
26. Mai 2024, 17:00 Uhr
Predigerkirche, Zürich

Details
Vokalensemble vox feminae
Franziska Welti, Leitung
Ensemble Lamaraviglia
Jessica Jans, Sopran
Stephanie Boller, Mezzosopran
Lisa Lüthi, Alt
Petra Schneider, Theorbe
Filipa Meneses, Gambe, Violone
Cécile Mansuy, Orgel
Das Vokalensemble vox feminae und die Solistinnen und Instrumentalistinnen des Ensemble Lamaraviglia würdigen in diesem Programm Werke komponierender Nonnen im frühbarocken Norditalien und erzählen von widersprüchlichen Reaktionen, welche das Aufblühen der Musikpflege in den Frauenklöstern dieser Zeit hervorrief: Komponistinnen wie Chiara Margerita Cozzolani (1602–1676/78) wurde einerseits grosse Achtung und Bewunderung entgegengebracht, andererseits mussten sie, teilweise sogar vor Gericht, für die Ausübung ihrer Kunst kämpfen, welche konservative Kleriker beschneiden wollten. Dass es den komponierenden Nonnen trotz aller Widerstände immer wieder gelang, ihre Werke drucken zu lassen, damit aus der Klausur heraus an die Öffentlichkeit zu treten und einen wichtigen Platz darin einzunehmen, ist erstaunlich und inspirierend. Neben Werken von Cozzolani erklingen Werke von Maria Saveria Perucona (1652–1709), Raffaella Aleotti (1575-1620) und Antonio Banchieri (1568-1634).
Samstag, 26. Mai 2024, 17:00 Uhr
Predigerkirche
Zähringerplatz 6, 8001 Zürich
Eintritt Konzert: 40.- / 35.- AHV / 16.- in Ausbildung
16:15 Uhr Türöffnung
Himmlische Musik – gegen alle Widerstände
Musik komponierender Nonnen im frühbarocken Norditalien
Vokalensemble vox feminae
Ensemble Lamaraviglia
25. Mai 2024, 19:30 Uhr
Reformierte Kirche Winterthur Töss

Details
Vokalensemble vox feminae
Franziska Welti, Leitung
Ensemble Lamaraviglia
Jessica Jans, Sopran
Stephanie Boller, Mezzosopran
Lisa Lüthi, Alt
Petra Schneider, Theorbe
Filipa Meneses, Gambe, Violone
Cécile Mansuy, Orgel
Das Vokalensemble vox feminae und die Solistinnen und Instrumentalistinnen des Ensemble Lamaraviglia würdigen in diesem Programm Werke komponierender Nonnen im frühbarocken Norditalien und erzählen von widersprüchlichen Reaktionen, welche das Aufblühen der Musikpflege in den Frauenklöstern dieser Zeit hervorrief: Komponistinnen wie Chiara Margerita Cozzolani (1602–1676/78) wurde einerseits grosse Achtung und Bewunderung entgegengebracht, andererseits mussten sie, teilweise sogar vor Gericht, für die Ausübung ihrer Kunst kämpfen, welche konservative Kleriker beschneiden wollten. Dass es den komponierenden Nonnen trotz aller Widerstände immer wieder gelang, ihre Werke drucken zu lassen, damit aus der Klausur heraus an die Öffentlichkeit zu treten und einen wichtigen Platz darin einzunehmen, ist erstaunlich und inspirierend. Neben Werken von Cozzolani erklingen Werke von Maria Saveria Perucona (1652–1709), Raffaella Aleotti (1575-1620) und Antonio Banchieri (1568-1634).
Samstag, 25. Mai 2024, 19:30 Uhr
Reformierte Kirche Winterthur Töss
Stationsstrasse 3a, 8406 Winterthur
Eintritt Konzert: 40.- / 35.- AHV / 16.- in Ausbildung
18:45 Uhr Türöffnung
Il buon Concerto de miei Affetti
Barocke Sonaten für Violine, Violoncello und Cembalo
Marita Seeger, Barockvioline
Alex Jellici, Barockcello
Matías Lanz, Cembalo
2. März 2024, 18:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Winterthur

Details
Marita Seeger, Barockvioline
Alex Jellici, Barockcello
Matías Lanz, Cembalo
Die Vorstellung, Gott nicht nur durch Gesang und in Worten, sondern auch mit rein instrumentaler Musik preisen und loben zu können, verbreitete sich im 17. Jahrhundert und spiegelt sich in zahlreichen Drucken aus dieser Epoche. Besonders eindrücklich zeigt sich dies in Heinrich Ignaz Franz Bibers (1644–1704) Sammlung von fünfzehn Violinsonaten «Zu Ehre der fünfzehn heiligen Mysterien» des Rosenkranzes oder auch in den Violinsonaten zu Ehren der «Beatissima Vergine», komponiert von der Nonne und Komponistin Isabella Leonarda (1620–1704). Die Winterthurer Geigerin Marita Seeger sowie die beiden Winterthurer Musiker Matías Lanz (Cembalo) und Alex Jellici (Barockcello) kombinieren die Werke für Violine und Continuo von Biber und Leonarda mit einer Cellosonate des Priesters und Komponisten Antonio Vivaldi (1678–1741) und einer Passacaglia von Bibers Nachfolger Georg Muffat (1653–1704). Dabei zeigen sie auf beredte (musikalische) Weise, dass Andacht und Kontemplation auch ohne Worte möglich ist.
Samstag, 2. März 2024, 18:30 Uhr
Alter Stadthaussaal, Winterthur
Marktgasse 52, 8400 Winterthur
Eintritt Konzert: 40.- / 35.- AHV / 16.- in Ausbildung
17:45 Uhr Türöffnung
Ad Completorium – Eine spanische Komplet
Improvisation und Komposition in der spanischen Liturgie des 16. Jahrhunderts
The Habsburg Project
28. Januar 2024, 17:00 Uhr
Reformierte Kirche Oberwinterthur

Details
The Habsburg Project
Juan Díaz de Corcuera, Gesang, Leitung
Ivo Haun, Florencia Menconi, Federico Sepulveda, Gesang
Katharina Haun, Zink, Leitung
Phillip Boyle, Posaune
Josef Laming, Orgel
Das Ensemble The Habsburg Project erforscht und belebt die lange in Vergessenheit geratene Kunst des Improvisierens mehrstimmiger Musik. Seit dem Mittelalter wurden zu den Melodien der gregorianischen Choräle zusätzliche Stimmen improvisiert. Spanische Quellen geben konkrete Hinweise, wie im 16. Jahrhundert improvisiert wurde. Anhand dieser Quellen gestaltet The Habsburg Project eine spanische Komplet, das letzte Stundengebet der Mönche vor der Nachtruhe, in welcher sich improvisierte und notierte Musik kunstvoll verbinden. Die Klangbeispiele reichen vom einfachen einstimmigen gregorianischen Choral bis hin zu komplexen mehrstimmigen Kompositionen von Francisco Guerrero (1528–1599), Diego Ortiz (ca. 1510–ca. 1570) und Antonio de Cabezón (1510–1566) und schliessen verschiedene Formen des improvisierten Kontrapunkts ein. Es entsteht ein vielfältiges Bild der Klangwelt eines spanischen Klosters im 16. Jahrhundert.
Sonntag, 28. Januar 2024, 17:00 Uhr
Ref. Kirche Oberwinterthur
Hohlandstrasse 7, 8404 Winterthur
Eintritt Konzert: 40.- / 35.- AHV / 16.- in Ausbildung
16:15 Uhr Türöffnung
Kombi-Ticket Workshop und Konzert: Besuchen Sie dieses Konzert und nehmen Sie am 27. Januar 2024 am Workshop teil – das Kombi-Ticket für 120.- machts möglich!
O Heiland, reiss die Himmel auf
Adventliche Prophezeiungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart
Ensemble Lamaraviglia
10. Dezember 2023, 17:00 Uhr
Ref. Kirche Winterthur Wülflingen
Eintritt frei – Kollekte

Details

Ensemble Lamaraviglia
Stephanie Boller, Cantus
Jan Thomer, Altus
Ivo Haun, Tenor, Laute
Matthias Deger, Tenor
Jedediah Allen, Bass
In seinem neuen Adventsprogramm spannt das Ensemble Lamaraviglia einen weiten musikalischen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt sind die gregorianischen Choräle «Rorate Caeli» und «Ecce dies venient» sowie der Leis«Sei willekommen, Herre Christ». Die Texte der Choräle beziehen sich auf Verse aus den alttestamentlichen Büchern Jesaja und Jeremiah. Sie verheissen einen weisen König, der die Menschen aus Finsternis und Elend erlösen wird.
Im Konzert erklingen die alten Adventsmelodien einstimmig, in mehrstimmigen Renaissancemotetten und in neukomponierten Sätzen von Matthias Deger (geb. 1989), die sich gleichsam aus den alten Melodien heraus entwickeln und sie in einem neuen harmonischen Gewand mitten in unsere Gegenwart führen. Es entsteht ein musikalisches Gewebe aus uralten Texten und Melodien und neugeschaffenen Klängen, welches der jahrhundertealten adventlichen Sehnsucht nach Frieden und einer gerechten Welt Ausdruck verleiht.
Sonntag 10. Dezember 2023, 17:00 Uhr
Ref. Kirche Winterthur Wülflingen
Lindenplatz 14, 8408 Winterthur
Eintritt frei – Kollekte
16:15 Uhr Türöffnung
O Heiland, reiss die Himmel auf
Adventliche Prophezeiungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart
Ensemble Lamaraviglia
9. Dezember 2023, 19:00 Uhr
Wasserkirche, Zürich

Details

Ensemble Lamaraviglia
Stephanie Boller, Cantus
Jan Thomer, Altus
Ivo Haun, Tenor, Laute
Matthias Deger, Tenor
Jedediah Allen, Bass
In seinem neuen Adventsprogramm spannt das Ensemble Lamaraviglia einen weiten musikalischen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt sind die gregorianischen Choräle «Rorate Caeli» und «Ecce dies venient» sowie der Leis«Sei willekommen, Herre Christ». Die Texte der Choräle beziehen sich auf Verse aus den alttestamentlichen Büchern Jesaja und Jeremiah. Sie verheissen einen weisen König, der die Menschen aus Finsternis und Elend erlösen wird.
Im Konzert erklingen die alten Adventsmelodien einstimmig, in mehrstimmigen Renaissancemotetten und in neukomponierten Sätzen von Matthias Deger (geb. 1989), die sich gleichsam aus den alten Melodien heraus entwickeln und sie in einem neuen harmonischen Gewand mitten in unsere Gegenwart führen. Es entsteht ein musikalisches Gewebe aus uralten Texten und Melodien und neugeschaffenen Klängen, welches der jahrhundertealten adventlichen Sehnsucht nach Frieden und einer gerechten Welt Ausdruck verleiht.
Samstag, 9. Dezember 2023, 19:00 Uhr
Wasserkirche, Zürich
Limmatquai 31, 8001 Zürich
Eintritt: 40.- / 35.- AHV / 16.- in Ausbildung
18:15 Uhr Türöffnung
Regina caeli, laetare – Freue Dich, Du Himmelskönigin
Geistliche Musik von Orlando di Lasso und Michael Kraf
Ensemble Lamaraviglia
4. November 2023, 18:30 Uhr
Stadtkirche Winterthur
Eintritt frei – Kollekte

Details
Ensemble Lamaraviglia
Jessica Jans, Cantus
Stephanie Boller, Cantus
Jan Thomer, Altus
Ivo Haun, Tenor
Matthias Deger, Tenor
Jedediah Allen, Tenor
Ryosuke Sakamoto, Theorbe
Josef Laming, Orgel
Im Archiv des Musikkollegium Winterthur befinden sich drei über vierhundert Jahre alte Chorbücher mit geistlichen Werken von Orlando di Lasso (1532–1594). Lamaraviglia holt die wunderschönen Drucke für einen Tag ins Licht der Öffentlichkeit. Das Ensemble wird im Konzert aus Kopien im Originalformat musizieren und so das Publikum die Praxis des Singens aus einem Chorbuch – alle singen aus einem einzigen grossen Buch – erleben lassen. Im Anschluss an das Konzert können die originalen Chorbücher besichtigt werden.
Den Werken von Lasso stellt Lamaraviglia Motetten von Michale Kraf (1595–1662) gegenüber. Die Texte seiner Motetten widerspiegeln die geistige Welt des Benediktinerklosters Weingarten bei Ravensburg, in welchem er ab 1616 als Organist und Komponist tätig war.
Durch die Gegenüberstellung von Lassos streng polyphonem, durch Klarheit glänzenden Stil und Krafs italienisch inspiriertem, deklamatorischen Stil entsteht ein kontrastreiches Konzertprogramm am musikalischen Wendepunkt zwischen Renaissance und Barock.
Apéro und Besichtigung der Chorbücher im Anschluss an das Konzert in der Sammlung Winterthur, obere Kirchgasse 8, 8400 Winterthur.
Samstag, 4. November 2023, 18:30 Uhr
Stadtkirche Winterthur
Kirchplatz, 8400 Winterthur
Eintritt frei – Kollekte
17:45 Uhr Türöffnung
Dieses Konzert findet statt in Zusammenarbeit mit den Winterthurer Bibliotheken.
Archiv
Die bisherigen Konzertreihen von Musica Antigua:














